Konferenz in Polen – Chancen und Zukunft von BSV

Ryan-Brothwell
By Ryan Brothwell Published: September 21, 2022
BSV Blockchain Logo over Poznan Poland Skyline

In Zusammenarbeit mit der Bitcoin Association veranstaltete die Polish Blockchain Association am 13. September 2022 im polnischen Poznań den ersten Event zudem Titel „Blockchain für Unternehmen – neue Chancen“.

Die Konferenz brachte eine Reihe von Unternehmen, Start-Ups und Experten zusammen, die mit der Blockchain-Technologie vertraut sind und Projekte in diesem Bereich entwickelt haben. Es waren jedoch auch einige Teilnehmer anwesend, für die diese Technologie neu ist und die ihr Potenzial kennenlernen wollten.

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der Veranstaltung sowie eine Übersicht der wichtigsten Ankündigungen:

 

Willkommensansprache

Die Willkommensansprache wurde von Marcin Rzetecki, dem Geschäftsführer der Polish Blockchain Association, gehalten.

Marcin Rzetecki verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der nationalen und internationalen IT-Branche, davon sechs Jahre im Blockchain-Bereich. Er hat sich durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Softwareanbietern in Polen, seine Arbeit als Berater im Rahmen für zahlreiche Blockchain-Projekte und Unternehmen bei der Implementierung von Blockchain-basierten Lösungen sowie durch die Gründung seines eigenen erfolgreichen Softwareunternehmens einen Namen gemacht.

Marcin Rzetecki erklärte, dass Poznań sich zu einem der größten Zentren entwickelt hat, wenn es um das Know-how und die Entwicklung der Blockchain geht. Das Ziel der Konferenz war es, Poznań als „Blockchain-Stadt“ bekannt zu machen und Investitionen im Zusammenhang mit der Blockchain im Rest von Polen zu fördern.

Krzysztof Wierzchowski (Franklin Templeton) und Katarzyna Sobocińska (Deputy Director des City Investor Assistance Office) schlossen sich seiner Willkommensansprache an und erläuterten die Investitionsmöglichkeiten für Unternehmen und den Staat im polnischen Blockchain-Sektor.

 

Blockchain-Lösungen für Unternehmen – wichtigste Trends und Marktreife

Der nächste Vortrag wurde von Dr. Agata Slater, Blockchain Practice Leader für die Region Mittel- und Osteuropa bei IBM, gehalten. Sie erläuterte, wie Blockchain-Lösungen auf Unternehmensebene von Technologieriesen wie IBM eingesetzt werden, und gab einen umfassenden Überblick darüber, in welche Richtung sich die Branche ihrer Meinung nach entwickeln wird.

IBM und SmartLedgers Certihash arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines auf der BSV-Blockchain basierenden Produkts, um die Kosten und den Zeitaufwand im Zusammenhang mit Cyberangriffen zu verringern. Bisher bauten die meisten Blockchain-Projekte von IBM auf Hyperledger auf. Durch die Arbeit im Rahmen des Projekts, das eine öffentliche Blockchain wie Bitcoin SV verwendet, kann IBM sein Know-how erweitern.

Dr. Slater ging auch darauf ein, wie ein „reifer“ Blockchain-Markt aussieht und welche Rolle Aufsichtsbehörden und Gesetzgeber in Zukunft spielen werden.

 

Nachverfolgung mittels Blockchain

Die nachfolgenden zwei Präsentationen konzentrierten sich darauf, wie die Blockchain-Technologie an den entgegengesetzten Enden der Transport- und Logistikbranche eingesetzt wird. Adrian Piwko, Chief Executive von Pora na pola schilderte, wie sein Unternehmen die Blockchain nutzt, um sicherzustellen, dass frische Lebensmittel sicher vom Acker nach Hause transportiert werden.

Am anderen Ende des Spektrums erläuterte Jakub Zarembiński Blockchain & Cloud Expert bei Hapag Lloyd, wie der Konzern die Blockchain-Technologie einsetzt, um Schiffsdaten und Ladungsverzeichnisse besser zu verwalten und sicherzustellen, dass alles sicher und pünktlich transportiert wird.

 

Regierung und CBDCs

Mehrere Diskussionen konzentrierten sich zudem auf die Rolle von BSV und Blockchain im staatlichen Bereich und darauf, wie sie zur Verbesserung von Dienstleistungen und im allgemeinen Bankensystem eingesetzt werden können.

Michał Pierzgalski, Experte am KIR, erläuterte die Arbeit seines Unternehmens mit Blockchain-Sandboxes und der Implementierung eines nationalen Blockchain-Netzwerks. KIR ist die nationale Clearingstelle Polens und ein wichtiger Eckpfeiler der polnischen Banken- und Zahlungsinfrastruktur.

Es folgte ein Vortrag von Paweł Łukasik, Experte im Product Development Department, Credit Information Bureau, über effektive Kommunikation mit Kunden auf der Grundlage der Blockchain-Technologie.

Zwei Präsentationen befassten sich schließlich mit der Rolle der Blockchain bei der Einführung neuer digitaler Währungen von Zentralbanken. Valentine Labarthe, Head of Commercial & Strategy bei nChain, erörterte, wie digitale Vermögenswerte als Antrieb für neue Geschäftsmodelle und Wertströme genutzt werden können. Valentine Labarthe hob die Skalierbarkeit und Sicherheit von BSV hervor und erörterte weitere Anwendungsfälle für Tokenisierung, NFTs, CBDCs und digitales Bargeld.

Przemysław Gerschmann, Berater des Börsenvorstands, erörterte auch die mögliche Einführung digitaler Zentralbankwährungen und warum sie sowohl als Bedrohung als auch als Chance für das Finanzsystem gesehen werden.

Es folgte eine umfassende Podiumsdiskussion über die Frage, ob dezentralisierte Zahlungssysteme die Entwicklung des traditionellen Bankwesens beeinflussen und sich auf diese auswirken.

 

Die Zukunft der Tokenisierung

Die letzte Gesprächsrunde konzentrierte sich auf die Zukunft der Tokenisierung mit BSV und innerhalb des allgemeinen Blockchain-Ökosystems. Ein Token ist schlicht ein digitaler Eigentumsnachweis auf Bitcoin SV, der von einem Smart Contract verwaltet wird.

Konkret handelt es sich um einen Eintrag in einem digitalen Ledger, der die Eigentumsrechte einer bestimmten Einheit an einem bestimmten Vermögenswert und die nachfolgenden Änderungen der Eigentumsverhältnisse im Laufe der Zeit im Bitcoin (BSV)-Ledger aufzeichnet. Jedes Unternehmen hat die Freiheit, sein eigenes System zu schaffen (so wie es viele verschiedene Datenbanktypen auf der Welt gibt). Bitcoin SV unterstützt eine Vielzahl von Token-Protokollen, um sämtlichen Anforderungen gerecht zu werden.

Joe Holles de Peyer, Mitbegründer und COO von Gate2Chain, erläuterte, wie sein Unternehmen seine Aktien in Token umwandelt, und sprach über die Notwendigkeit klarer Rahmenbedingungen für die Regulierungsbehörden, um eine breite Akzeptanz zu gewährleisten. Er wies darauf hin, dass Unternehmen auf den Nutzen von Token angewiesen seien, nicht auf Spekulationen, und dass die Regulierungsbehörden rasch reagieren müssten, um nicht eine Massenflucht in befreundete Länder wie die Schweiz und den Nahen Osten zu riskieren.

Die letzte Diskussion des Tages befasste sich mit der Tokenisierung außerhalb des Finanzmarktes. Krystian Dryniak Chief Marketing Officer von Zetly, und Michał Scisłowski, CEO von Soundoshi und BanachGroup, äußerten sich ausführlich zu den Chancen und Herausforderungen, die sich derzeit im Bereich der Tokenisierung ergeben, und wie ihre jeweiligen Unternehmen damit umgehen.